Umbau genehmigt: Hauptbahnhof bekommt schlicht-eleganten Verbindungsbau

MÜNSTER Die Bahnhofstraße entwickelt sich immer mehr zur hochwertigen Geschäftsadresse in Münster. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Gestaltungsbeirat eine wichtige Weiche gestellt: Er genehmigte den Umbau des viergeschossigen Gebäudes, das die Bundesbahndirektion mit der Empfangshalle verbindet.

  • Die Bahnhofstraße macht sich schick. So wird das Gebäude (r.) gegenüber dem Hotel Kaiserhof künftig aussehen: elegante Glasfassade statt kunterbunter Werbeanlagen.

    Die Bahnhofstraße macht sich schick. So wird das Gebäude (r.) gegenüber dem Hotel Kaiserhof künftig aussehen: elegante Glasfassade statt kunterbunter Werbeanlagen. Grafik: Landheer

Damit hat der münstersche Architekt Uwe Landheer, der für den Besitzer des Gebäudes den Umbau plant, eine wichtige Hürde genommen. Die voraussichtlich endgültige Baugenehmigung wird am 3. Mai der Planungsausschuss der Stadt aussprechen.

Der eigentliche Umbau des Gebäudes scheint angesichts des Gesamtvolumens der Bahnhofssanierung eher ein kleines Vorhaben zu sein. Doch das neue Gebäude wird Signalwirkung auf die gesamte Bahnhofstraße haben, und sie fügt sich nahtlos ein in die Bemühungen von Politik und der Interessens- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel (ISG), dem Schmuddel-Image des Bahnhofsvorplatzes entgegenzuwirken.

Eingeschossiger Pavillon

Aurelis plant, das lang gestreckte Gebäude in Richtung Bahnhofstraße mit einem eingeschossigen Pavillon zu erweitern. Neuer Hauptmieter wird die dm-Drogeriekette sein. Neben dm bleibt Platz für weitere neue Geschäfte.
    
Mit dem Neubau wird ein großer, unansehnlicher Gebäudeteil mit unansehnlicher Werbegestaltung aufgewertet. "Wir werden die Werbung in Bahnen lenken", sagte Landheer vor den Architekten im Gestaltungsbeirat. Das heißt: Jeder neue Mieter muss eine Vereinbarung unterschreiben, in der die Form der Außenwerbung vorgeschrieben wird.


Einheitliche Werbeflächen

Die Fassade aus pulverbeschichtetem, grauem Aluminium wird ähnlich aussehen wie die der benachbarten Direktion. Die Beleuchtung wird einheitlich, die Werbeflächen ebenfalls.

"Das Bekleben von Scheiben wird künftig verboten", schilderte Landheer die Absicht von Aurelis. Der Vorplatz wird ähnlich hochwertig gestaltet wie an der "Direktion".

Bahnhof: Kein Investor

Bereits im Mai können die Arbeiten beginnen, der Einzug von dm ist für Januar 2013 geplant. Damit schließt sich im Gesamtkonzept für das Bahnhofsviertel eine weitere Lücke. Auch für das neue Empfangsgebäude des Bahnhofes gibt es Pläne, die von der Stadt auch schon befürwortet wurden.

Doch bisher ist die Bahn noch auf der Suche nach einem Investor, der ein Grundstück auf der Ostseite des Bahnhofes kaufen soll, um so den Bau des Empfangsgebäudes mitzufinanzieren. Bisher allerdings ohne Erfolg, wie es am Mittwoch in der Berliner Konzernzentrale hieß.

Mehrere Interessenten

Es gebe aber Gespräche mit mehreren potenziellen Investoren. Stadtdirektor Hartwig Schultheiß sagte am Mittwoch: "Wir erwarten von der Bahn, dass sie ihre Zusage einhält und mit dem Bau des Empfangsgebäudes spätestens Ende 2013 beginnt."

Auch die Überlegungen der Stadt, auf diesem Grundstück eventuell selbst als Investor mit einem neuen Verwaltungsgebäude aufzutreten, sind laut Baudezernent Siegfried Thielen bisher nicht weiter verfolgt worden.

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