Nach Ausstellungsbesuch: Kinder der Kita Lichtblick eifern Ernst Barlach nach

GIEVENBECK Kleine Künstler, die was zu sagen haben, zeigten im „La Vie“, wie Kunst und Kinder gut zueinander passen. Die Kleinen der Kita Lichtblick hatten sich zusammen mit ihren Erzieherinnen die Ausstellung „Interventionen – Ernst Barlach in Münster“ des Evangelischen Kirchenkreises angeschaut – und gingen dann selber ans Werk.

  • Die Kinder der Kita Lichtblick beschäftigten sich mit dem Bildhauer Ernst Barlach - und fertigten eigene Kunstwerke an. Unterstützt wurden sie von den Erzieherinnen Petra Schumann, Alexandra Baring und Ulrike Overdyck (hintere Reihe, v. l.).

    Die Kinder der Kita Lichtblick beschäftigten sich mit dem Bildhauer Ernst Barlach - und fertigten eigene Kunstwerke an. Unterstützt wurden sie von den Erzieherinnen Petra Schumann, Alexandra Baring und Ulrike Overdyck (hintere Reihe, v. l.). Foto: Siegmund Natschke

„Viele haben gesagt: Ernst Barlach und Kinder – das geht ja gar nicht. Wir haben das Gegenteil erfahren“, sagte Kita-Leiterin Jutta Lüdenbach bei der Präsentation der kleinen Kinder-Kunstwerke, die durchaus hätten von Erwachsenen stammen können.

Kein Wunder, die Originale von Ernst Barlach (1870 bis 1938), dem Bildhauer, der sich mit seinen Kunstwerken energisch dem politischem und künstlerischem Zeitgeist entgegenstellte, waren durchaus Vorbild für die Kinder. Doch zunächst einmal stellten die Kleinen viele Fragen.

Nachdem sie die Barlach-Kunstwerke, etwa seine bronzenen Gesichtsmasken gesehen hatten, sprudelte es förmlich aus ihnen heraus: „Wie kommen die Löcher in die Nase?“ oder „Warum sind die Figuren so groß?“, wollten sie wissen.

Auch der Tod ein Thema

Aber nicht nur das. „Die Kinder haben sich auch mit ganz existentiellen Themen beschäftigt, etwa mit Krieg oder Tod“, sagt Erzieherin Alexandra Baring. So wollten sie wissen, woran der Künstler, der immer wieder vom nationalsozialistischen Regime angefeindet wurde, gestorben sei und wo er sich jetzt befinde.

Dass er mit jemandem Bösen gekämpft habe, wusste ein Kind. Ein anderes war sich sicher, dass er sich jetzt im Himmel bei den Engeln befände.

Bronzene Gesichtsmasken

Viele interessierten sich auch für die von Barlach hergestellten Figuren. „Wir haben dabei besprochen: Welche Gefühle gibt es und wie kann man sie mit der Mimik ausdrücken“, erklärte Baring. Und dann wurden die Kinder selber zu kleinen Künstlern. So fertigten auch sie eindrucksvolle, bronzene Gesichtsmasken an. Porträtbilder wurden gemalt und anschließend mit Folie spielerisch bearbeitet. Auch mit verschiedenen Farben wurde experimentiert.

Nachdem alles fertig war, stand nun ihre eigene Ausstellung an. „Es war eine tolle Zeit“, meinte Baring, ihre Kolleginnen Ulrike Overdyck und Petra Schumann schlossen sich an. Bis zum 21. Dezember sind die Kunstwerke der Kita-Kinder noch im La Vie zu sehen. Die Ausstellung trägt den Namen „Kinder erleben Ernst Barlach“.
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