Kontroverse: Hof Buddenbäumer wird zur Notunterkunft

ANGELMODDE Auf der alten Hofanlage Buddenbäumer ist ein Bagger am Werk. Während die Nebengebäude abgerissen werden, soll das Wohnhaus erhalten und wieder bewohnbar gemacht werden - als Flüchtlingsunterkunft.

  • In diesem Haus will die Stadt Flüchtlinge unterbringen.

    In diesem Haus will die Stadt Flüchtlinge unterbringen. Foto: Daniel Sczekalla

Die Stadt möchte dort vorübergehend Flüchtlinge unterbringen. „In diesem Haus gibt es Platz für 15 bis 20 Menschen“, sagt Christine Adams, stellvertretende Sozialamtsleiterin. In erster Linie Familien sollen in der Notunterkunft am Twenhövenweg ein Dach über dem Kopf finden. „Sie werden sozialarbeiterisch betreut“, sagt Adams.

Leitungen werden verlegt
 
Bevor die Flüchtlinge in das Haus, das laut Andreas Nienaber, Leiter des Amtes für Immobilienmanagement, in einem „sehr guten Zustand“ sei, einziehen können, müssen dort Leitungen für Strom, Gas und Wasser verlegt werden.

Außerdem müsse dafür noch der Antrag auf Nutzungsänderung des Gebäude genehmigt werden, so Nienaber. Er geht davon aus, dass die Flüchtlinge dort in einem Monat – also Ende Januar – einziehen können.
Die Anwohner am gegenüberliegenden Neubaugebiet scheinen mit der geplanten Nutzung wenig Probleme zu haben: „Mich stört das nicht“, sagt ein Mann, der gerade erst mit seiner Familie in das neue Haus eingezogen ist.

Dem stimmt auch eine Nachbarin zu, die seit einem Jahr in dem Gebiet wohnt: „Irgendwo müssen die Leute ja hin. Warum nicht hier?“ Andere jedoch sind wenig begeistert von der Nachricht, sagen, dass sie „ein ungutes Gefühl“ hätten.

CDU ist beunruhigt
 
Ungutes Gefühl wegen der Vorgehensweise der Stadtverwaltung hat auch die CDU-Fraktion in der BV Südost. „In großer Einmütigkeit hatte sich die BV in ihrer letzten Sitzung dafür ausgesprochen, auch im Südosten weitere Flüchtlinge aufzunehmen und dazu gute Unterkünfte zu bauen. Das muss das Sozialamt wohl so verstanden haben, dass man die BV und den Bezirksbürgermeister über weitere Schritte gar nicht mehr zu informieren braucht“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion.

„Jetzt kommt alles darauf an, dass aus der Übergangslösung nicht eine billige Dauerlösung wird, die dem Gesamtkonzept der Stadt Münster, Flüchtlinge dezentral in stabilen Nachbarschaften unterzubringen, widerspricht“, heißt es weiter.
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2?