Kunst trifft Kohl: Zurück aus der Kreativpause

KINDERHAUS Eine Schaffenspause bedeutet nicht, dass man nur die Beine hochlegt. Für die Organisatoren von “Kunst trifft Kohl” bedeutete die einjährige Auszeit der Skulpturen-Ausstellung, sich Gedanken über deren Fortbestand zu machen. Mit frischen Ideen kommt die Ausstellung vom 9. Juni bis 6. Oktober aus der Kreativpause.

  • Ab Juni 2013 kommt die Skulpturen-Ausstellung "Kunst trifft Kohl" aus einer einjährigen Schaffenspause zurück

    Ab Juni 2013 kommt die Skulpturen-Ausstellung "Kunst trifft Kohl" aus einer einjährigen Schaffenspause zurück Archivfoto: Laura Naue

Denn eines war früh klar: Zwischen Ligusterhecken und Blumenbeeten sollen in 2013 in den Klein- und Privatgärten in Kinderhaus wieder Kunstobjekte zu sehen sein. „Kunst trifft Kohl“ hatte sich selbst eine Pause verordnet, nachdem es 2011 nicht nur mehr im Stadtteil, sondern auch in die umliegenden Landkreise und in die Niederlande gewandert ist. Der Umfang zehrte allerdings an den finanziellen Ressourcen.

Mit frischen Ideen kommt die Ausstellung vom 9. Juni bis 6. Oktober aus der Kreativpause. Vor der Haustür liegen einmal mehr die Ausstellungsorte in den Kleingartenanlagen Münsterblick, Heidegrund und Bergbusch und Golfclub Wilkinghege. Neu ist der Kurator. Der Kinderhauser Künstler Bodo Treichler löst in dieser Funktion Annette Georgi und Roland Seim ab. Georgi bleibt dem Projekt als künstlerische Beraterin erhalten. Zum Projektteam gehören neben Treichler und Georgi auch Ute Behrens-Porzky (Organisation) und Prof. Erwin-Josef Speckmann (wissenschaftliche Begleitung).

Kunst für jedermann

Der Grundgedanke der Skulpturenschau soll wieder mehr herausgeschält werden. Es geht darum, Menschen anzusprechen, die sonst mit Kunst eher weniger in Berührung kommen. Wen es normalerweise nicht in Ausstellungen oder Galerien zieht, der soll zwanglos bei einem Spaziergang durch die Kleingartenanlagen an die Materie herangeführt werden.

Doch auch in diesem Jahr sollen wieder die Stadtteilgrenzen überschritten werden. Es soll jedoch kein finanzieller Kraftakt werden. „Kunst trifft Kohl“ gehe zwar wieder über die Grenzen, doch es ist für die Organisatoren aus dem Bürgerhaus Kinderhaus keine kostenintenisve Auswanderung ihrer Idee. Es ist vielmehr ein kulturelles Franchise. „Die Veranstalter in den Niederlanden übernehmen unser Label ’Kunst trifft Kohl‘“, sagt Treichler. So stehen im kommenden Jahr die Objekte auch in den niederländischen Beeten von Cultuurmijl (Enschede) MIKS (Delden) und Rosenhaege (Winterswijk).

Verbindung nach Coerde

Außerhalb von Münster sind sie zudem zu sehen in Gemen und Schöppingen (Kreis Borken), Kreislehrgarten (Kreis Steinfurt), Baumberger Sandsteinmuseum
(Kreis Coesfeld) sowie in Ostbevern (Kreis Warendorf). “Wir wollen es aber auch mit dem Skulpturenpfad in Coerde verbinden”, sagt Treichler. Dann könnte zum Beispiel auch die Kleingartenanlage Münster-Nord als Ausstellungsraum dienen.

Zunächst einmal steht allerdings die Suche nach Teilnehmern an. Sowohl professionelle Künstler als auch ambitionierte Amateure haben die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen.

Kunstwerke vor Ort schaffen

„Wir möchten Künstler ansprechen, die sich nicht scheuen, eingetretene Pfade zu verlassen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Objekte müssen nicht extra für die Ausstellung angefertigt werden, auch bereits existierende Kunstwerke können gezeigt werden, sie sollten allerdings einen Bezug zum Thema und Ausstellungsort haben.

Manch einer möchte sich vielleicht auch bei der Arbeit mit Hammer und Beitel beobachten lassen oder strebt eine Performance vor Ort an. Kein Problem für die Macher, denn auch ein sogenanntes „Work in progress“, also laufende Arbeiten, findet Platz in den Plänen der “Kunst trifft Kohl”-Organisatoren. Für diese Künstler ist ein Materialkostenzuschuss möglich.
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