Miriam Köpke: Neue Musikschulleiterin wird Dritte bei Rock und Pop Preis

NORDOST Es ist die Leidenschaft für Gesang, die Miriam Köpke antreibt. Ob mit ihrer Stimme auf der Bühne oder als Lehrerin für angehende Sangestalente. Erfolge erzielt sie in beidem: Vor kurzem belegte sie einen dritten Platz beim Deutschen Rock und Pop Preis, ab dem 1. Januar leitet sie den Bezirk Ost der Westfälischen Schule für Musik.

  • Miriam Köpke singt aus Leidenschaft. Vor allem Musical-Produktionen gehören zu ihren Favoriten. Ab dem 1. Januar übernimmt sie die Leitung für den Bezirk Ost der Westfälischen Schule für Musik. Doch auch neben dem Unterricht sammelt sie Erfolge. Zum Beispiel beim Deutschen Rock und Pop Preis.

    Miriam Köpke singt aus Leidenschaft. Vor allem Musical-Produktionen gehören zu ihren Favoriten. Ab dem 1. Januar übernimmt sie die Leitung für den Bezirk Ost der Westfälischen Schule für Musik. Doch auch neben dem Unterricht sammelt sie Erfolge. Zum Beispiel beim Deutschen Rock und Pop Preis. Foto: Daniel Sczekalla

„Meine Freunde halten mich schon für ein bisschen verrückt“, sagt Miriam Köpke mit einem Augenzwinkern. Zeit für Ruhe, Pausen oder gar nichts tun? Das kommt für Köpke überhaupt nicht infrage.

Schon in ihrem Studium konnte sie nie genug vom Gesang bekommen: In Wuppertal studierte sie erfolgreich Musik und Theologie auf Lehramt, in Münster noch mal Gesangspädagogik und schließlich beendete sie noch einen dritten Studiengang in London als Musicaldarstellerin. Auch einen Abschluss als Kirchenmusikerin hat die 37-Jährige in der Tasche.

Als Sängerin auf der Bühne und Gesang unterrichten – wer beides intensiv betreiben möchte, muss flexibel sein. Lange Zeit war Köpke deshalb selbstständig tätig, reiste quer durch Deutschland. Oft waren mehrere Auftritte kurz hintereinander. Gütersloh, Rothenburg, Kopenhagen – für Musicalproduktionen wie zum Beispiel „Die zehn Gebote“ legte sie viele Kilometer zurück. Daneben aber war sie auch als Dozentin an der Uni Wuppertal tätig, wo sie Gesang unterrichtete.

„Ich brauche beides“, sagt Köpke. „Ich unterrichte sehr gerne.“ Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sei ihr wichtig, auch wenn sie nun mal sehr zeitintensiv sei. Seit Februar 2011 leitet sie außerdem den Fachbereich Gesang an der Westfälischen Schule für Musik, arbeitet aber daneben auch mit einem Chor in Albachten.

Preis als beste Schlagersängerin

Geprobt wird oft erst abends, die Auftritte sind meist am Wochenende und nicht zuletzt müsse der Unterricht ja auch vorbereitet werden. „Es ist manchmal anstrengend“, sagt Köpke, „aber ich möchte es nicht missen.“
Trotz allem – der dritte Platz beim Deutschen Rock und Pop Preis in Wiesbaden sei unverhofft gekommen, denn gewonnen hatte sie als beste Schlagersängerin.

„Ich musste schon ein bisschen schmunzeln“, gesteht sie. Rock- und Pop-Songs, vor allem aber Musicals und klassische Stücke seien ihr die liebsten. Doch ein befreundeter Sänger brauchte für zwei eigene Schlagerstücke eine Frauenstimme. Nachdem das Material fertig war, schlug die Komponistin der Stücke vor, sich mit dem Song „Devil or Angel“ bei Deutschlands ältestem Nachwuchsfestival für Rock- und Popmusikgruppen sowie Einzelinterpreten aller musikstilistischen Bereiche zu bewerben.

Köpke staunte nicht schlecht, als dann die Einladung für die Verleihung in Wiesbaden im Briefkasten lag. Der anschließende Auftritt sei dann zwar kurz, aber schön gewesen. Von genießen konnte aber kaum die Rede sein, schon am nächsten Tag ging es zu einem anderen Konzert nach Remscheid.

Weniger Reisen

In Zukunft möchte es Köpke deshalb etwas ruhiger angehen. Im vergangenen Jahr gab sie bereits schweren Herzens die Dozentenstelle in Wuppertal auf. Zusammen mit ihrem Freund zog Köpke dann nach Münster. Eine Entwicklung, die auch der Karriere zu Gute kam: Dank der Stelle an der Westfälischen Schule für Musik fahre sie deutlich weniger quer durch Deutschland.

Auf ihre neue Position als Leiterin für den Bezirk Ost freue sie sich bereits jetzt schon. Das selbst auf der Bühne Stehen möchte sie aber dennoch nicht aufgeben. Zu groß ist dafür die Leidenschaft. Daniel Sczekalla
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