Plattdeutsches Theater: Im neuen Spielgemeinschaft-Stück geht's ums Korn

ALBACHTEN Nur noch zwei Proben bis zur Premiere: Die Plattdeutsche Spielgemeinschaft erobert am Samstag zum ersten Mal mit ihrem neuen Stück "Up Düwels Schuffkaor" die Bühne. In der Hauptrolle: jede Menge Hochprozentiges.

  • Die Akteure auf der Bühne zeigen bereits bei den finalen Proben vollen Einsatz.

    Die Akteure auf der Bühne zeigen bereits bei den finalen Proben vollen Einsatz. Foto: U. Schneider

Eine ganze Batterie von Schnapsflaschen steht auf dem Tisch, ein nicht zu übersehener Blickfang. Spielleiterin Ingrid Venschott hat dieses hochprozentige Arrangement nicht ohne Grund ganz vorne auf die Bühne gestellt: Die Flaschen spielen eine Hauptrolle in dem neuen Stück der Plattdeutschen Spielgemeinschaft „Up Düwels Schuffkaor“.

Hoher Preis

Es geht um Schwarzbrennerei und einen Bauern, der damit viel Geld verdienen will. Der Teufel hat ihn auf der Schubkarre – eine Metapher für einen, der für sein gutes Leben einen hohen Preis bezahlen wird. Denn irgendwann meldet sich der Teufel, es wird kompliziert und das schöne Leben ist dahin.
 
Auf der Bühne im Haus der Begegnung wird konzentriert gearbeitet. Den Schauspielern bleiben nur noch zwei Proben bis zur Premiere an diesem Samstagabend (19.30 Uhr). Das Münsterländer Platt geht den drei Hauptdarstellern Bernhard Egger (Buer Herkens), Hermann Konermann (Knecht Jans) und Elisabeth Rölfer (Magd Trese) mühelos von den Lippen.
 
Aber da gibt es ein paar Übergänge, die noch nicht richtig sitzen und bei denen die Souffleuse helfen muss. „Wir haben diesmal nur sechs Personen auf der Bühne, da muss jeder eine Menge Text lernen“, beschreibt Ingrid Venschott die Situation. „Außerdem dauert das Stück fast zwei Stunden.“
 
Bewegte Wochen
 
Die Regisseurin und ihre Assistentin Irmgard Konermann blicken auf bewegte Wochen zurück. Dreimal wöchentlich wurde geprobt: „Das war alles sehr zeitaufwändig und anstrengend.“ Aber wie immer sei auch viel Spaß dabei gewesen und jeder fiebere nun der Premiere entgegen.

Obwohl diese, auch wie immer, viel zu schnell herannaht: „Wir haben vor zwei Wochen noch gedacht, das klappt nie“, sagt Venschott. Diese vorletzte Probe jedoch hört sich schon richtig gut an und die Nerven der Truppenmitglieder liegen nicht mehr ganz so blank wie noch vor 14 Tagen.
 
Auch die Kulissen stehen schon. Die Bühne sieht kärglich aus. Kaum Mobiliar, keine Tapete im Zimmer, eine einsame Uhr und ein Bild. Die Regisseurin erklärt: „Das ist Absicht, das Stück spielt in der Nachkriegszeit, da gab es nichts, wir haben die Kulissenwände einfach nur gestrichen.“ Außerdem werden im Laufe des Abends die Möbel hin- und hergeschoben, da braucht man Platz.
 
Restkarten vorhanden
 
Warum, das wollen die beiden Spielleiterinnen nicht verraten. Aber sie geben noch eine Auskunft über die dekorativen Schnapsflaschen: Man habe sie mit einem Etikett versehen wollen und sei dabei auf eine lokale und legale Brennerei aus Roxel gestoßen. „Leuwerinck“ heißt nun der hochprozentige Teufelskorn, der auf der Bühne ausgeschenkt wird.
 
Der Vorverkauf ist gut gelaufen, für die sechs Vorstellungen gibt es noch einige Karten, auch an der Abendkasse. „Wir lassen niemanden draußen stehen“, versichert Venemann.


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Autor
Ulla Schneider
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 21:13 Uhr
    Aktualisiert:
    23. Februar 2013, 17:15 Uhr