Fehlalarm an Bahnhofstraße: Polizei klärt Herkunft von vermeintlichem Bomben-Koffer

MÜNSTER Das Rätsel um die Herkunft des herrenlosen alten Koffers, der am Donnerstagabend für ein zwischenzeitliches Chaos am Berliner Platz gesorgt hatte, ist gelöst. Doch wer ihn dort abgestellt hat, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Die Polizei stellt die Ermittlungen ein.

  • Der Koffer, der im Servicezentrum der Stadtwerke gegenüber des Bahnhofs abgestellt wurde, löste am Donnerstagabend kurzzeitig die Sperrung des gesamten Berliner Platzes aus.

    Der Koffer, der im Servicezentrum der Stadtwerke gegenüber des Bahnhofs abgestellt wurde, löste am Donnerstagabend kurzzeitig die Sperrung des gesamten Berliner Platzes aus. Foto: Helmut Etzkorn

Auf dem Koffer, in dem eine Bombe vermutet worden war und der sich später als harmlos herausstellte, entdeckte die Polizei ein altes Etikett mit einem Namen und einer Anschrift in Münster. „Wir sind zu der Adresse gefahren und haben jemanden gefunden, zu dem die Anschrift passt“, berichtete Polizei-Pressesprecher Jan Schabacker.

Der Mann habe berichtet, dass der Koffer wohl seiner Mutter gehört und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in ihrem Keller gestanden habe. „Und dann erzählte er, dass am Donnerstag eine Firma die Wohnung seiner Mutter ausgeräumt habe. Wir vermuten jetzt, dass das Unternehmen den Koffer beim Umpacken auf den Gehweg gestellt hat und ihn dann jemand mitgenommen hat“, sagte Schabacker.

Alte Wäsche statt wertvolle Beute

Entweder sei der Koffer-Träger etwas verwirrt gewesen oder er habe Wertvolles in dem Koffer vermutet. Der Koffer aber enthielt nur alte Kleidung. Also habe er ihn wohl am Nachmittag einfach im Stadtwerke-Shop Mobilé abgestellt.
    
Als der Koffer gefunden wurde, riefen die Mobilé-Mitarbeiter die Polizei. Die wiederum ließ Bomben-Experten aus Aachen anrücken, die am Abend Entwarnung gaben.

Polizei stellt Ermittlungen ein

„Wir haben die Ermittlungen jetzt eingestellt“, sagte Schabacker. Es mache keinen Sinn, weiter nach dem Koffer-Träger zu suchen, denn: „Selbst wenn wir ihn finden sollten, ist ihm eine Straftat nur schwer nachzuweisen“, sagte Schabacker.

Auch für den Fall, dass man ihm ein vorsätzliches Handeln nachweisen könne, sei es unklar, ob das schon eine Straftat sei. Schließlich habe ja niemand behauptet, dass in dem Koffer eine Bombe stecke.
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Autor
Ulrich Breulmann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    5. Januar 2013, 00:26 Uhr
    Aktualisiert:
    12. Januar 2013, 17:29 Uhr