Vor Betriebsversammlung: Provinzial-Chef bei Schraubenzieher-Attacke verletzt

MÜNSTER Provinzial-Chef Ulrich Rüther ist am Mittwoch in Münster von einem unbekannten Täter mit einem Schraubenzieher verletzt worden. Er war auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung.

  • Die Mitarbeiter der Provinzial gestern Mittag, geschockt nach der Nachricht vom Angriff auf ihren Vorstandschef Ulrich Rüther. Da half auch der gelbe Schutzengel, das Markensymbol des Versicherers, nicht mehr.

    Die Mitarbeiter der Provinzial gestern Mittag, geschockt nach der Nachricht vom Angriff auf ihren Vorstandschef Ulrich Rüther. Da half auch der gelbe Schutzengel, das Markensymbol des Versicherers, nicht mehr. Foto: Münsterview/Tronquet

Auf dieser sollte Rüther über den drohenden Verkauf der Provinzial an die Allianz informieren. Rüther verließ das Krankenhaus am Nachmittag mit nur leichten Verletzungen. Der Täter ist noch immer flüchtig. Ob Rüther angegriffen wurde, weil man ihn fälschlicherweise für die Verkaufsverhandlungen mit der Allianz verantwortlich macht, blieb bislang unklar.

Betriebsversammlung einigt sich auf Widerstand 

Die rund 1600 Beschäftigten der Provinzial-Versicherung in Münster wollen unterdessen um ihr Unternehmen kämpfen. Das haben sie auf der Betriebsversammlung beschlossen. Ab Samstag sammeln sie Unterschriften gegen einen Verkauf der Provinzial.
    
Der Provinzial-Vorstand signalisierte einen Schulterschluss mit der Belegschaft. Nach Aussagen mehrerer Teilnehmer habe sich unter den Mitarbeitern nach dem Schock über die Attacke schnell ein Kampfgeist entwickelt; die Gewerkschaft Verdi plant Aktionen.

Politische Gremien tagen nächste Woche

Viel Zeit bleibt nicht, denn bereits in der kommenden Woche finden bei den Eigentümern der Provinzial, dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die entscheidenden Sitzungen der politischen Gremien statt. Während eine Zustimmung des Sparkassen-Verbandsvorstandes als sicher gilt, ist das Votum der Kommunalpolitiker im Landschaftsausschuss unklar. Die Allianz hatte für die Provinzial deutlich mehr als 2,25 Milliarden Euro geboten.
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