27-Millionen-Projekt: Straßenbau an der Ortsumgehung Wolbeck beginnt

WOLBECK Es ist das echte Wunder von Wolbeck: Seit Dienstag wird die 5,4 Kilometer lange Umfahrung des Wolbecker Ortskerns gebaut, bis Herbst 2014 soll das 27-Millionen-Projekt fertig sein - inklusive Fledermaus-Schutz.

  • An der Brücke Friedensallee in Wolbeck starten die Arbeiten für die Ortsumgehung.

    An der Brücke Friedensallee in Wolbeck starten die Arbeiten für die Ortsumgehung. Foto: helmut etzkorn

Fünf von sechs Brücken sind bereits fertig, am letzten Bauwerk über die WLE-Bahnstrecke Am Steintor soll, wenn das Wetter mitspielt, noch in diesem Jahr der Beton-Unterbau gegossen werden.

Nun wird das Herzstück der Umgehung, der Straßenbau, zwischen dem schon fertigen Kreisverkehr Münsterstraße und der Kreuzung Am Steintor Realität. Die Autofahrer werden während der zweijährigen Buddelei nur wenig belästigt.
    
Zuerst wird im Bereich Hiltruper Straße eine kleine Rad- und Fußgängerüberführung gebaut, dort wird auch ein weiterer Kreisverkehr noch in diesem Jahr angelegt. Von Januar bis Mai 2013 wird es dort eine zweispurige Umleitung geben.

Hecken als Überflughilfe

Damit Fledermäuse nicht im Tiefflug mit Autos zusammenstoßen, baut der Landesbetrieb entlang der Ortsumgehung auf einer Länge von einem Kilometer vier Meter hohe Hecken als Überflughilfen. So etwas gibt es bislang im Münsterland nur an einer Stelle an der A 1.

Auch die Kröten sollen bei ihrer Wanderung nicht geplättet werden. Deshalb gibt es an der Straße Zäune und dazwischen immer wieder Rohre, die unter der Straße als Amphibientunnel dienen sollen. Zufahrten und Rampen stehen im Bereich Hofkamp, an der Eschstraße, an der Brücke Angelkamp und am Berl.

Wirtschaftswege und untergeordnete Straßen in diesen Bereichen müssen ebenfalls im Zusammenhang mit dem Bau erneuert werden. Mit dem Abholzen von knapp 200 Bäumen beginnen die Arbeiten, insgesamt müssen 78.000 Quadratmeter Fahrbahnflächen aus mehreren Asphaltschichten gegossen werden.

Sechs Milliionen für Lärmschutz-Grundstücke

Einen kleinen Lärmschutzwall gibt es nur im Bereich des Baugebiets Twenhövenweg. Das Land hat rund sechs Millionen Euro für den notwendigen Erwerb von Grundflächen ausgegeben, nach Fertigstellung des Projekts werden 60 Hektar Ausgleichsfläche geschaffen und zum Teil mit Mischwald bepflanzt.

Baubeginn der ersten Brücke für die Ortsumgehung war im April 2009, noch sei man „voll im Zeitplan“, so Griepenburg.
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viele Sekunden hat eine Minute?