Pleistermühle: Taucher in Lebensgefahr - Feuerwehr rettet ihn aus einem Wehr

MÜNSTER Feuerwehr und Polizei sind am späten Dienstagnachmittag zu einem Einsatz an die Pleistermühle gerufen worden. Unter einem Wehr der Werse hing ein Taucher der DLRG fest. Der 30-jährige Mann schwebte in Lebensgefahr, konnte aber nach etwa 45 Minuten gerettet werden - vollkommen unterkühlt.

« »
1 von 2
  • Unter dieser Brücke hing der Taucher fest - im Wasser der Werse.

    Unter dieser Brücke hing der Taucher fest - im Wasser der Werse. Foto: Helmut-P. Etzkorn

  • Die Rettungskräfte versuchten von mehreren Seiten der Brücke an den Mann am Wehr heranzukommen. Letztlich holten sie den Taucher mit Seilen aus dem Wasser.

    Die Rettungskräfte versuchten von mehreren Seiten der Brücke an den Mann am Wehr heranzukommen. Letztlich holten sie den Taucher mit Seilen aus dem Wasser. Foto: Helmut-P. Etzkorn

Erste Nachricht um 17.04 Uhr: Neben der Gaststätte Pleistermühle hängt ein Mensch in einem Wehr der Werse fest. Helfer versuchen zurzeit, ihn von unterhalb und oberhalb mit Leitern zu erreichen, um ihn so bergen zu können.

Aktualisierung um 17.29 Uhr: 
Der Mann steckt in einer Art Luftblase am Wehr fest. Die Feuerwehr kann ihn deshalb zurzeit nicht bergen.

Aktualisierung um 17.32 Uhr: Bei dem Mann handelt es sich um einen Hobbytaucher, der unter dem Wehr getaucht ist. Er hat der Feuerwehr ein Zeichen gegeben und signalisiert, dass es ihm gut geht. Dennoch hängt er noch in der Luftblase unterhalb des Wehres fest. Jetzt versucht die Feuerwehr mit Booten und Tauchern, den Mann zu erreichen. Gleichzeitig versuchen die Mitarbeiter der Wehranlage, die Stauklappen hochzustellen, damit das Wasser herausläuft.

    
Aktualisierung um 17.34 Uhr: Es wird langsam dramatisch. Der Taucher hat kein Atemgerät bei sich. Die Luft in der Blase wird knapper. Die Feuerwehr muss ich beeilen. Die Schwierigkeit: Der Taucher kann allein nicht aus der Blase herausschwimmen, denn dann würde er in den Sog des Wehres gezogen. Das wäre lebensgefährlich.

Aktualisierung um 17.48 Uhr: Der Mann ist gerettet. Zur Sicherheit ist er jetzt aber erstmal mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus unterwegs. Die Feuerwehr hat ihn mit Seilen aus der Luftblase am Wehr befreit.

Aktualisierung um 17.51 Uhr: Ob der Taucher verletzt ist, ist zurzeit noch unklar. Er wird sich erst einmal untersuchen lassen müssen. Der Schock stand ihm aber ins Gesicht geschrieben.

Aktualisierung um 18.10 Uhr: Wir haben weitere Fotos. Gleich finden Sie hier eine Fotostrecke.

Aktualisierung um 18.32 Uhr: Die Fotostrecke ist online. Die Feuerwehr schreibt einen Bericht, der aber erst am späten Abend fertig wird. Dann lesen Sie mehr an dieser Stelle.

Aktualisierung um 19.09 Uhr: 
Bei dem Mann handelt es sich um einen Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Die DLRG übte Strömungstauchen. Dabei geriet der Mann, ein 30-jähriger Münsteraner, in einen Wasserstrudel, konnte sich zwar über Wasser halten, aber sich nicht selbst befreien. Möglicherweise soll sich ein Sicherungsseil gelöst haben. Der Mann wurde unterkühlt gerettet.

Aktualisierung um 19.37 Uhr: Jetzt erreicht uns der Einsatzbericht der Feuerwehr. Sie schreibt:, die Rettungsarbeiten seien dramatisch gewesen, weil ein direkter Zugang zum Taucher durch die starke Strömung nicht möglich war. Die Einsatzkräfte steuerten das Stauwehr zwischenzeitlich auf eine höhere Staustufe, um die Wasserwelle, die über der Person herabstürzte, zu verringern. Sicherungskräfte in einem Feuerwehrboot flussaufwärts, eine Tauchergruppe und ein Retter in einem selbstschwimmenden Überlebensanzug flussabwärts sicherten die Stelle nach unten ab. Eine weitere Anhebung des Wehres, die möglicherweise den Wasserfluss noch stärker verringert hätte, sei nicht möglich gewesen, ohne dass die Wassermassen die eingeschlossene Person in die vorgelagerte Wasserwalze gerissen hätte. Man versuchte, die Strömung mit Hilfsmitteln zu minimieren. Schließlich gelang es, den Verunfallten mit Hilfe seines Seils und weiteren Leinen der Feuerwehr auf die Brücke über dem Wehr zu ziehen.

Aktualisierung um 19.40 Uhr: Der Taucher wurde vor Ort von Rettungsdienst und Notarzt versorgt. Er verletzte sich nur leicht, wurde trotzdem zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Ein zwischenzeitlich angeforderter Bagger mit Metallplatten, der zur Umleitung des Wasserstromes angefordert worden war, musste nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch eine weitere Einheit der Freiwilligen Feuerwehr mit Feuerwehrboot blieb außerhalb des Wassers. Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften, darunter die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr sowie Kräfte des Löschzuges Werse-Laer, im Einsatz.


KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 40 : 10?