Adventsreporter: Weltenbummler aus Roxel bereist halb Asien ohne Plan

MÜNSTER Bei ihrer Mission an der Roxeler Lindenstraße erwischte unsere Adventsreporter das Fernweh. Denn wenn Jürgen Windau von seinen vielen Reisen erzählt, holt er den Dschungel Vietnams oder die weißen Sandstrände Kubas in sein Wohnzimmer. Auch der Ort des letzten Einsatzes der Adventsreporter steht schon fest.

  • In ein paar Wochen geht es wieder los, dann sitzt Jürgen Windau mit 
Kumpel Thomas im Flugzeug Richtung Kambodscha. Seit Jahren schon meiden 
die beiden Weltenbummler auf ihren Reisen alles, was nach Pauschalurlaub 
riecht.

    In ein paar Wochen geht es wieder los, dann sitzt Jürgen Windau mit Kumpel Thomas im Flugzeug Richtung Kambodscha. Seit Jahren schon meiden die beiden Weltenbummler auf ihren Reisen alles, was nach Pauschalurlaub riecht. Foto: Annette Waschbüsch

„Da geht es als nächstes hin“, sagt Jürgen Windau und fixiert mit dem Finger eine Stelle auf der Weltkugel. „Nach Kambodscha.“ Viel mehr als der Name des Reiselandes steht allerdings noch nicht fest.

Wo sie wohnen werden oder welche Ecken des Landes sie sich anschauen wollen, das entscheiden der 45-jährige und sein Reisebegleiter erst unter der Sonne des südostasiatischen Landes - die beiden Weltreisenden fahren ins Blaue.

Individuelle Trips durch halb Asien

Halb Asien und noch ein paar andere sonnige Flecken der Welt hat sich der 45-jährige auf diese Weise bereits erschlossen – ganz individuell, nur mit einer groben Vorstellung der Himmelsrichtung, in die es gehen soll.

Katalogurlaub am Strand, All Inclusive auf Mallorca mit 24-Stunden-Animation und Themenbuffet – für Windau ist das der komplette Gegenentwurf zu seiner liebsten Art des Reisens. „In so einem All Inclusive-Club, das ist ja wie eingesperrt sein“, sagt er. Und auf Mallorca beispielsweise sei er noch nie gewesen.

Kistenweise Fotos

Die Liebe zum asiatischen Kontinent hat eine Fernreise ins Reich der Mitte geweckt. Anfang der 1990-er Jahre flog Windau nach China – damals noch mit einer in Deutschland arrangierten Hotelbuchung in der Tasche.

Doch in Peking angekommen, verließen sich die beiden anschließend ganz auf ihren Kompass im Bauch – und auf Tipps von Einheimischen und anderen Reisenden. „Man lernt ja überall sofort Leute kennen“, sagt Windau. „Und die verraten einem oft, was es sich lohnt anzusehen.“ So entdeckten die beiden Münsteraner auch Sri Lanka gemeinsam mit einem Einheimischen. Kennen gelernt hatten sich die Männer an einem Bahnhof.

    
Eine Woche lang fuhren sie anschließend zu dritt mit dem Geländewagen ihres Reiseführers kreuz und quer durch den kleinen Inselstaat im Indischen Ozean, bereisten Bergwelten, ursprüngliche Waldgebiete und tropische Strände. „Sri Lanka hat drei Wetterzonen, da findet man alles“, sagt Windau. „Aber an den Strand haben wir uns höchstens eine halbe Stunde gelegt.“

Kistenweise Fotos hat Windau von seien Reisen mitgebracht. Es sind Bilder von bunt zusammengezimmerten, vietnamesischen Holzhütten, die auf Stelzen stehen, von sandigen Bergstraßen im Urwald von Sri Lanka oder von einer Tour mit dem Holzkahn über das beige-grüne Wasser des Mekongdelta. Zu jedem der Bilder hat Windau eine Geschichte.

Sri Lankas Rehe sind Elefanten

„Dort auf dieser Straße in Sri Lanka musste man sehr aufpassen, da sind Elefanten drüber gelaufen wie hierzulande die Rehe.“ Im Februar bekommen die sri-lankischen Dickhäuter ihre Jungen. „Da konnten die schon sehr aggressiv werden.“ Es ist nicht zuletzt die Sonne, die Windau Jahr für Jahr an seine fernen Reiseziele lockt.

Wenn in Münster nur die vielen Regenschirme dem grauen Himmel ein bisschen Farbe entgegen halten, herrschen beispielsweise in Kambodscha Sommertemperaturen von über 30 Grad.

Ferne Reiseziele mit rauerem Klima reizen Windau deshalb nicht. Und auf die Frage nach einem Traumziel lacht der Roxeler Weltreisende: „Vielleicht der Schwarzwald, wenn ich mal 70 bin.“


Hier wird die letzte Mission der Adventsreporter am Wochenende über die Bühne gehen:


Das waren die bisherigen Missionen der Adventsreporter auf einer größeren Karte anzeigen
Autor
Annette Waschbüsch
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Dezember 2012, 16:57 Uhr
    Aktualisiert:
    21. Dezember 2012, 17:12 Uhr
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