Olfener gibt Tipps: Sicher mit dem Fahrrad unterwegs

OLFEN Die Fahrräder, die der Olfener Karl-Heinz Auverkamp manchmal zur Kontrolle in seine Werkstatt bekommt, sind alles andere als verkehrssicher. "Bei einigen Klapperkisten ist die Beleuchtung nicht ausreichend, die Reifen sind abgenutzt oder die Kette ist total dreckig und verrostet."

  • Karl-Heinz Auverkamp repariert in seiner Werkstatt Räder und macht sie verkehrssicher.

    Karl-Heinz Auverkamp repariert in seiner Werkstatt Räder und macht sie verkehrssicher. Foto: Anna Altfelix

Karl-Heinz Auverkamp repariert in der Werkstatt neben seinem Geschäft alle Arten von Fahrrädern. Die meisten Räder seien heutzutage verkehrstauglich, sagt er.

Um sicher auf dem Rad unterwegs zu sein, gibt es einige Regeln:

Beleuchtung: Jedes Rad, egal ob Straßenfahrrad, Tandem, Liegerad, E-Bike oder Rollfiets braucht laut der deutschen Straßenverkehrsordnung eine mit Dynamo angetriebene Beleuchtung und vorne einen Scheinwerfer mit mindestens 10 Lux Helligkeit. Außerdem sind Rücklicht und je ein Front- und ein Hecktrahler Pflicht. Die gern genutzten Batterieleuchten sind eigentlich unzulässig, sagt Auverkamp. „Einzige Ausnahme sind Rennräder unter elf Kilogramm.“ Zusätzlich braucht ein Rad Reflektorstreifen oder zwei Speichenreflektoren pro Reifen. 

Bremsen: Zwei Bremsen, eins für das Vorder- und eins für das Hinterrad, sind Pflicht. „Viele Räder sind heute dreifach gebremst mit Rücktrittbremse und Bremsen vorne und hinten“, sagt Auverkamp. 

Klingel: Eine so genannte helltönende Klingel ist Pflicht. 

E-Bikes: Müssen den gleichen Vorschriften genügen wie normale Fahrräder. Achtung: „E-Bikes gelten als Leichtmofas, da man beim Fahren nicht mittreten muss, deshalb benötigen Personen, die nach dem 1.4.1965 geboren sind, einen Mofaführerschein.“

Helm: Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland (noch) nicht, Karl-Heinz Auverkamp rät jedoch dringend dazu, einen Helm zu tragen. „Viele schwere Verletzungen am Kopf können so verhindert werden. Selbst ist er nicht ganz so konsequent. „Ich habe keinen Helm und komme auch nicht viel zum Radfahren, aber vor einer längeren Strecke würde ich mir schon einen anschaffen.“

Kontrolle: Auverkamp rät, das Rad vor jeder längeren Fahrt zu kontrollieren und es einmal im Jahr vor Saisonbeginn zum Check zu bringen. „Außerdem sollte man immer im Blick behalten, ob die Beleuchtung und Ähnliches funktioniert und die Reifen und Kette kontrollieren.“

Kleidung: Viele Unfälle passieren nach Auverkamps Erfahrung, weil die Radfahrer nicht gesehen werden. Daher rät er zu auffälliger Kleidung, Warnwesten oder Reflektoren. Untauglich seien außerdem lange Flatterröcke oder Ähnliches, das sich in den Speichen verfangen kann. 

Fahrradkörbe: Lasten transportiert man am besten auf dem Korb oder einer Fahrradtasche hinten am Rad. „Die meisten Gepäckträger sind für 25 Kilogramm ausgelegt, für die Körbe vorn sind höchstens fünf Kilogramm zulässig“, sagt Auverkamp. Wenn man jemanden auf dem Gepäckträger mitnimmt, sollte man sich also besser nicht von der Polizei erwischen lassen.
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