Inhaberwechsel im "Marlie": Jörn-Christian Gilke bringt den Wein in den Spielzeugladen

SAERBECK Seit 2003 führt Ruth Große-Drieling den Schreib- und Spielwarenladen „Marlie“ in der Marktstraße, hat das Familienunternehmen damals von ihrer Mutter Lucia Marlie übernommen. Doch mit Ablauf des Jahres ist Schluss, Große-Drieling hört auf.

  • Das Schreib- und Spielwarengeschäft "Marlie" bekommt einen neuen Besitzer.

    Das Schreib- und Spielwarengeschäft "Marlie" bekommt einen neuen Besitzer. Foto: Jan-Niklas Hellmann

Das hat mehrere Gründe: „Einerseits habe ich zwei kleine Kinder, außerdem hört meine Mutter, die mich derzeit noch unterstützt, auf und geht in Rente. Und alleine kann ich das Geschäft nicht weiterführen.“ Doch ein Nachfolger ist bereits gefunden. Jörn-Christian Gilke übernimmt das Geschäft und will es nahtlos weiterführen. „In der ersten Zeit wird das Sortiment bestehen bleiben, später möchte ich es um eine Weinabteilung erweitern“, beschreibt er seine Pläne.

Vieles hat Große-Drieling in den vergangenen Jahren miterlebt: „Das größte Phänomen waren sicherlich die Diddl-Blöcke. Jedes Kind hat sie gesammelt. Aber auch die Panini-Sammelbildchen, die es zu jeder Fußballmeisterschaft gibt, sorgten immer wieder für Freude bei den Kindern.“

Konkurrenz von Discountern und Internet-Shops

Eines hatte sie bei ihrer Arbeit stets vor Augen: Die immer stärker werdende Konkurrenz von Internetshops oder Discountern bestimmte den Berufsalltag. „Um bestehen zu können, muss man viel anbieten“. Eines dieser Angebote waren mit Sicherheit die Geburtstagskisten, in denen Geburtstagskinder Kleinigkeiten und Spielsachen deponieren konnten, die sie sich von Freunden zum Geburtstag wünschten.

„Dieses Angebot wurde zum Selbstläufer, hat sich im Dorf schnell rumgesprochen.“ Kommt bei so vielen Erinnerungen kein Gefühl der Wehmut auf? „Nein, für große Gedanken ist jetzt noch keine Zeit. Erst einmal freue ich mich darauf, wenn die ganze Arbeit zu Ende ist.“ Doch so ganz hängt Große-Drieling ihren Beruf dann doch nicht an den Nagel. Auch künftig wird sie weiterhin im Geschäft arbeiten, auf 400-Euro Basis.
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Autor
Jan-Niklas Hellmann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    28. Dezember 2012, 15:27 Uhr
    Aktualisiert:
    28. Dezember 2012, 15:27 Uhr