Probe der Sternsinger: Drei fast textsichere Könige

SAERBECK Für die drei Sternsinger Marie, Johanna und Maxima geht es in die heiße Phase. Am Samstag stehen die drei in der vollen Kirche und tragen ihre musikalischen Segenswünsche in die drei Gottesdienste. Bei der Generalprobe machte nur die Lautstärke noch Probleme.

  • Johanna (8), Marie (9) und Maxima (8, v.l.) werden morgen - verkleidet als heilige drei Könige - bei der Sternsinger-Aktion durch die Saerbecker Straßen ziehen. Den Text dafür haben sie am Donnerstag noch einmal geübt.

    Johanna (8), Marie (9) und Maxima (8, v.l.) werden morgen - verkleidet als heilige drei Könige - bei der Sternsinger-Aktion durch die Saerbecker Straßen ziehen. Den Text dafür haben sie am Donnerstag noch einmal geübt. Foto: Stephan Teine

„In dunkler Nacht ist uns erschienen ein Stern“, etwas holperig ist der Text bei Marie, Johanna und Maxima gestern bei der Sternsinger-Generalprobe in der Kirche noch. Bis Samstag haben die Drei noch Zeit zu üben. Dann gehen sie in Saerbeck von Haus zu Haus, um den Segen an die Haustüren zu schreiben.

Zusammen mit Pastoralreferent Werner Heckmann haben dafür gestern noch einmal drei Gruppen eine zusätzliche Probe eingelegt. Die werden die Segenswünsche in die drei Gottesdienste am Wochenende tragen. Und schließlich ist es schon etwas besonderes über die Lautsprecheranlage und das Mikrofon in der Kirche seine eigene Stimme zu hören. So besonders, dass sich die achtjährige Maxima beim ersten Durchgang direkt ein bisschen erschreckt und noch einmal von vorne anfangen muss.

Noch einmal von vorne

Mit dem zweiten Durchlauf sind dann zwar die drei Mädchen zufrieden – nur Werner Heckmann noch nicht. „Auch in der allerletzten Bank muss man euch noch hören können“, sagt er. Also noch einmal von vorne. Schließlich klappt es. Zur Sicherheit gibt es den Text, den die Sternsinger in den Messen und an den Türen sprechen müssen aber noch einmal als Kopie mit nach Hause.

„Ihr müsst den zwar nicht ganz auswendig können, aber es schadet bestimmt nichts, wenn ihr ihn euch unter das Kopfkissen legt“, sagt Heckmann noch, bevor die Drei nach Hause gehen. Dort warten schon die auf Hochglanz polierten Kronen und die edlen Königsgewänder auf ihren Einsatz am Samstag. 20 Gruppen werden dann durch Saerbeck ziehen. Die Messdiener-Leiterrunde, die den Ablauf organisiert haben, haben sie dafür in ganz bestimmte Gebiete fest eingeteilt. Damit am Samstagabend auch wirklich an jeder Tür der Segen steht.

Spende nach Tansania

Doch neben der Verteilung des Segens haben die Sternsinger noch eine Aufgabe: Sie sammeln Geld für Kinder in der Dritten Welt. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Segen bringen – Segen sein!“ Als Beispielland für Hilfsprojekte wurde Tansania ausgewählt. Allerdings fließt der Erlös der Aktion in Projekte in verschiedenen Entwicklungsländern.
Sternsingen ist Tradition
Der Brauch des Sternsingens ist ab dem 16. Jahrhundert nachgewiesen. Zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar – den Weihnachtstagen – wird seither an den Türen gesungen – und teilweise auch Geld gesammelt.
Die moderne Form des Sternsingens gibt es in Deutschland seit 1959. Seit 1961 übernimmt das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die Organisation. 2012 wurden in 11529 Gemeinden in ganz Deutschland 42,4 Mio. Euro gesammelt.
Im vergangenen Jahr wurden in Saerbeck 7003,63 Euro gesammelt.
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