Walter Endemann feiert 100. Geburtstag: Ein zufriedenes Leben - trotz Starts in schwerer Zeit

BURGSTEINFURT "Gesundheitlich fühle ich mich noch gut", sagt Walter Endemann. Das ist keineswegs selbstverständlich für einen Mann, der heute seinen 100. Geburtstag feiert. Gemeinsam mit Ehefrau Maria lebt das "Geburtstagskind" seit rund vier Jahren in der DRK-Seniorenresidenz Aa-Blick.

  • Walter Endemann wird heute 100 Jahre alt.

    Walter Endemann wird heute 100 Jahre alt. Foto: Nix

Geboren wurde der gelernte Friseurmeister in Wuppertal-Cronenberg. Als er ein Jahr alt war, zogen die Eltern mit dem kleinen Walter nach Mühlheim an der Ruhr.

Der Erste Weltkrieg brachte viele Entbehrungen mit sich – auch für Walter Endemann. Und auf den Ersten folgte 1939 der Zweite Weltkrieg. Endemann wird Soldat und lernt 1941 in Düsseldorf seine Frau kennen.

Zwei Jahre später wird geheiratet und bald kommt Tochter Heidi zur Welt.

Der Neuanfang

"Man stand vor dem Nichts", erinnert sich der Jubilar an das Kriegsende. Auch die Eltern hatten alles verloren. Doch man hatte den Mut zum Neuanfang. Eine Garage wurde zum Friseursalon umgebaut und Meister Endemann eröffnete sein Geschäft in Mühlheim.

Vieles erledigte man in Eigenarbeit. "Als die Elektroarbeiten gemacht werden mussten, fehlte das Geld dazu", so der Friseurmeister.

Doch sein Bruder besorgte den Handwerker und streckte das Geld vor. "Das habe ich ihm hinterher natürlich wieder gutgemacht", versichert Endemann. "800 Mark waren damals eine hohe Summe für uns."

Selbstständig mit Hilfe

Als Friseur war er bis 1975 selbstständig, stets tatkräftig von der Ehefrau unterstützt. Diese nämlich war mittlerweile selbst ausgebildete Friseurin. "Als junger Mann von 20 Jahren liebte ich den Kanusport", blickt Endemann zurück.

Doch nach sechs Jahren gab er ihn auf. Spezielle Hobbys folgten nicht, dafür wurden gern ausgedehnte Wanderungen unternommen.

Mit ausreichend Verpflegung im Rucksack marschierten Maria und Walter durch das Sauerland.

Kreuzfahrt

Auch ausgedehntere Urlaubsreisen standen auf dem Programm. 1961, als noch kaum jemand daran dachte, begab sich das Paar auf eine Kreuzfahrt. Sie führte von Palermo nach Tunesien, Malta und Sizilien. Vier Wochen lang waren die "Globetrotter" unterwegs.

Im Ruhestand ließen sich die Endemanns in Winterberg nieder. Anschließend wohnten sie in Fredeburg/ Sauerland im Betreuten Wohnen der Caritas.

Da Tochter Heidi und ihr Mann in Burgsteinfurt lebten siedelten die Senioren schließlich nach Burgsteinfurt über, wo der 100. Geburtstag angemessen gefeiert wird.

 

 

 

Autor
Rainer Nix
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 17:08 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Januar 2013, 11:24 Uhr
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