Außerordentliche Generalversammlung: Letzte Chance für den Friedhöfer Schützenverein

BURGSTEINFURT Jetzt wird es ernst für die Friedhöfer Schützengesellschaft: Am Samstag, 19. Januar, müssen die Schützen Farbe bekennen und einen neuen Vorstand auf die Beine stellen. Sollte das in der außerordentlichen Generalversammlung nicht gelingen, wäre der Verein handlungsunfähig.

  • Der Verkauf des Schützenhauses war als letzte Lösung bei den Finanzproblemen angedacht.

    Der Verkauf des Schützenhauses war als letzte Lösung bei den Finanzproblemen angedacht. Foto: Detlef Held

Wie berichtet befinden sich die Friedhöfer seit längerer Zeit in der Krise: Nach dem "Ausstieg" von Lars Dümmer als Vorsitzendem sowie des 2. Vorsitzenden und der beiden Schriftführer sind sie sozusagen "kopflos". Und außerdem drücken den Verein massive finanzielle Probleme, so dass bereits der Verkauf des Schützenhauses als letzte Lösung der Geldprobleme angedacht ist.

Geld fehlt

Das stehe zurzeit noch nicht zur Debatte, liegt doch gerade Geld in der Kasse, wie der 1. Kassierer André Stagnet auf Anfrage sagt. Allerdings sei das auch nur eine Momentaufnahme. Durch die Vermietung des Schützenhauses und Einnahmen bei eigenen Veranstaltungen sei zwar eine kurzfristige Entspannung gelungen, mit der es aber schon bald wieder vorbei sei.

Stagnet: "Im Februar ist die Kasse leer." Aktueller Grund: Dann werden rund 3000 Euro fällig - eine weitere Rate bei den Forderungen von insgesamt 15 000 Euro als Anliegerbeiträge für den Ausbau der Straße, an der das Schützenhaus liegt (Veltruper Kirchweg).

Gleichwohl plane man weitere Veranstaltungen, wie demnächst schon die große Party an Weiberfastnacht. Das alles mache aber nur Sinn, wenn sich am 19. Januar ein neuer Vorstand findet. Vier Posten müssten eigentlich neu besetzt werden.

Keine Kandidaten

Ob das klappt, kann Stagnet nicht einschätzen: "Es gibt Schützen, die als Kandidaten infrage kämen, aber Gespräche sind noch nicht geführt worden." Allerdings gibt es bislang auch keine wirklich positiven Signale, dass eine echte Rettung des Vereins in Sicht ist. Und die Mitglieder haben offenbar den Ernst der Lage noch nicht wirklich begriffen. Bei der jüngsten Generalversammlung im Dezember waren jedenfalls ganze 20 Schützen anwesend.

Appell

In der Einladung zur außerordentlichen Versammlung weisen André Stagnet und Thorsten Funke (2. Kassierer), die aktuell die "Amtsgeschäfte" führen, eindringlich auf die dramatische Situation hin: "Wir appellieren noch einmal an eure Mithilfe und Unterstützung für den, nein Euren Schützenverein, denn wir glauben nicht, dass nur ein einziger will, dass die Friedhöfer Schützengesellschaft e.V. aufgelöst wird."

Spätestens am 19. Januar ab 16 Uhr im Friedhöfer Schützenhaus wird man wissen, ob dieser Appell gefruchtet hat.

 

 

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