Radweg in Ammeloe: Asphalt soll Schotter ersetzen

VREDEN Der aus Schotter hergerichtete Radweg wird nicht wie gewünscht angenommen – stattdessen nehmen die Radler die vielbefahrene Kreisstraße 18. Das soll sich ändern, findet auch der Bauausschuss: Das Radwegestück soll asphaltiert werden.

  • Demnächst asphaltiert werden soll der aus Schotter hergerichtete Radweg an der Kreisstraße 16.

    Demnächst asphaltiert werden soll der aus Schotter hergerichtete Radweg an der Kreisstraße 16. Foto: Maria Bütterhoff

Die Kommunalpolitiker folgten einem Antrag von 37 Anliegern, die sich jetzt an die Stadtverwaltung gewandt hatten. Der bestehende, rund 730 Meter lange Schotterradweg von der Kreisstraße 16 bis zur Abzweigung zum Dorfkern solle befestigt werden, so ihr dinglicher Wunsch. Aktueller Anlass für den Antrag waren die Pläne des Kreises Borken, dass die Kreuzung der Kreisstraßen 16 und 18 zu einem Kreisverkehr umgebaut werden und entlang der Kreisstraße 18 in Richtung Crosewick ein Radweg gebaut werden soll.

Bürgeranregung

Die Ammeloer, die schon 2006 einen Radweg gefordert hatten, reagierten: Das geschotterte Teilstück, das gleich anschließt, könnte doch in einem Stück mit asphaltiert werden – oder zumindest zeitnah. Der Verkehr auf der Kreisstraße 18 habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen, führen die Anlieger in ihrem Antrag an. Radfahrer – auch ganze Gruppen – nutzten dennoch lieber die Straße als den Schotterradweg auf der Verbindung von Zwillbrock über Ellwick und Ammeloe nach Lünten und Alstätte.

Wie Hermann Wilmer dem Bauauschuss mitteilte, sei das geschotterte Teilstück Radweg nicht Bestandteil der geplanten Baumaßnahme, für die der Kreis Borken gerade die Ausschreibung vorbereite. Dennoch: Eine durchgängige Asphaltierung des Radwegs sehe auch die Stadtverwaltung als sinnvoll an. Radwege würden vom Kreis Borken nur noch in einer Breite von 2,50 Metern hergestellt.

Die Mehrkosten für eine Verbreiterung entsprächen in ungefähr einem Neubau. Als Kosten für die Asphaltierung ermittelte Wilmer rund 75000 Euro. Höchstwahrscheinlich – und das war die weniger gute Nachricht – könne aber nicht mit einer Förderung mit Landesmitteln aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz gerechnet werden – die Mittel für den Radwegebau seien erheblich verringert worden.

Kostenteilung

In üblichen Fällen teile sich die Stadt mit dem Kreis die Kosten – so solle auch in diesem Fall verfahren werden. Also schlug die Verwaltung vor, rund 37 500 Euro als Kosten für den Radweg zur Verfügung zu stellen. Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus.
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Autor
Anne Winter-Weckenbrock
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    8. Oktober 2012, 15:30 Uhr
    Aktualisiert:
    8. Oktober 2012, 15:34 Uhr
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