Oper: "Die Hochzeit des Figaro": Klassisch, aber nicht altbacken

DUISBURG Ganz klassisch kommt Michael Hampes Neuinszenierung von Mozarts "Hochzeit des Figaro" an der Rheinoper daher - und ist doch alles andere als altbacken. Im Theater Duisburg agiert dazu ein ebenso klangschönes wie spielfreudiges Mozart-Ensemble.

  • <p>Ein wunderbares Ensemble in toller Ausstattung. <p></p> Michel</p>

    Ein wunderbares Ensemble in toller Ausstattung.

    Michel

    Michel

Michael Hampe legt den auf einem Beaumarchais-Lustspiel fußenden "Figaro" als Schauspiel-Oper im Gewand des feudalen 18. Jahrhunderts an. Da stimmt einfach alles: Die historischen Kostüme und die fein ausgeleuchteten herrschaftlichen Räume (Bühne und Kostüme: German Droghetti, Licht: Manfred Voss) sind eine Augenweide.

Komödien-Tempo

Die Handlung um die durch die erotischen Ansprüche eines Grafen herausgezögerte Bediensteten-Heirat hat das Tempo einer gesprochenen Komödie und wird dabei selbst in den Arien und musikalischen Ensemble-Nummern kaum ausgebremst. Die intelligente und feine Personenführung macht die komischen Verwicklungen sehr anschaulich.

Durch Mozarts wundervolle "Figaro"-Musik aber, eine Perlenkette einiger seiner schönsten Gesangsmelodien, wird der Operngenuss vollkommen. Zu hören sind in Duisburg durchweg lyrische Stimmen mit hoher Legato-Kultur, die sich zu einem ausgewogenen Mozart-Ensemble ergänzen.

Mozart vom Feinsten

Anett Fritsch gibt der Zofe Susanna Anmut und Warmherzigkeit, Adam Palka singt den Figaro mit flexiblem, kernigem Bariton. Laimonas Pautienius und Sylvia Hamvasi glänzen als Graf und Gräfin, Letztere sowohl mit verströmender Lyrik als auch mit wohl dosierter Strahlkraft. Die junge Maria Kataeva debütierte bei der besuchten zweiten Vorstellung mit Witz und Charme erfolgreich in der Hosenrolle des Cherubino.

Die Duisburger Philharmoniker spielten unter Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober eine quirlig-präzise Ouvertüre und begleiteten danach sensibel und sängerfreundlich. Dreieinhalb Stunden Mozart vom Feinsten.

Termine: 12./15./18./20./23./26./ 29.12.; Karten: Tel. (0203) 9 40 77 77. www.rheinoper.de
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 12 x 2?