"Erschaffung der Welt": Musical mit Gott und Darwin

ESSEN Evolution oder Schöpfung? Vom Streit zwischen Charles Darwin und Gott erzählt das klamaukige Comedy-Musical "Die Erschaffung der Welt", das nach einer Idee von Mareen Scheel am Samstag im Essener Grillo-Theater uraufgeführt wurde.

  • Gott (Tom Gerber,l.) und Darwin (Jan Pröhl).

    Gott (Tom Gerber,l.) und Darwin (Jan Pröhl). Foto: Hupfeld

Den Text von Thomas Gsella zur Musik von Stephan Kanyar, der mit sieben Musikern aus dem Graben die Melodien einspielte, hat Stefanie Stolz mit ihrem siebenköpfigen Ensemble fantasievoll in Szene gesetzt.

Der Allmächtige als Rockstar

Wie ein Rockstar wird Gott angekündigt und Tom Gerber erscheint als Allmächtiger im blauen Glitzerjackett, mit langer Mähne und Bart, simuliert später auf einer Harfe ein E-Gitarren-Solo. Bei der Schaffung von Jan Pröhls Charles Darwin hat sich die Ausstattung am Original orientiert.

Aber ansonsten toben sich Jan Hendrik Neidert und Lorena Díaz Stephens in dieser Produktion aus: Vier Aminosäuren stecken in schwarzen Ganzkörperanzügen und tragen bunte Helme und Knieschoner, der Dino bekommt Teile einer Ritterrüstung mit Hackebeilchen auf dem Helm, für die Fauna schiebt eine Engelschar grüne Klamotten auf Wäschespinnen auf die Bühne...

Neandertaler als Schalker

Nach dem Gott mit einer aufgeblasenen Papiertüte für den Urknall gesorgt hat, gibt´s ein bezauberndes Stelldichein zwischen Raum und Zeit auf der in Schwarzlicht getauchten Bühne. Der Neandertaler ist ein Schalker, sein erstes Wort "Tor" und mit dem Lied "Neandertal, ich komm aus dir" wird auf Herberts Grönemeyers Bochum-Hymne angespielt.

Adam und Eva schmachten sich im Duett an, finden sich nach der Vertreibung aus dem Paradies in der Kleingartenanlage Eden wieder. Adam stirbt an seiner Boskop-Allergie und wird singend von Eva bejammert.

Applaus für jeden Song

Gesangstalente finden sich zwar nicht im Ensemble, doch die Schauspieler rackern sich ab, verkörpern bis auf Gott zahlreiche Rollen in dieser Revue. Am Schluss sind sich Gott und Darwin einig: Am Ende seines Lebens sollte man sagen können, das es gut war. - Dem Publikum hat dieser Szenenreigen Spaß gemacht, es spendete jedem Song Applaus.

Termine: 21.12., 6./16./20./24.1.; Karten: Tel. (0201) 8 12 22 00. www.theater-essen.de
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