26.12.2012 18:26 Uhr
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Theater Odos zeigt neues Stück: Selbstmord-Drama aus zwei Jahrhunderten
MÜNSTER Schwarze Palmen, düstere Sonne, graues Meer. So sieht die nicht gerade idyllische Urlaubslandschaft aus, die sich Heinrich von Kleist und Henriette Vogel selbst geschaffen haben.
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Alice Mortsch und Konrad Haller schaffen sich als Henriette Vogel und Heinrich von Kleist ihre eigene, vergiftete Idylle. (Foto: Theater Odos)
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Jetzt sitzen sie in einem Schlauchboot, genießen die letzten Stunden ihres Lebens und schreiben ihren Abschiedsbrief. Denn bald werden sie sich umbringen. Im neuen Stück von Theater Odos landen der berühmte Dichter und seine Suizidpartnerin in einem bizarren Umfeld: Sie treffen auf Internetforen und geraten in die Fänge von Lebensmaklern.
Wenn am 9. Januar (Mittwoch, 20 Uhr) „Suicide Solutions“ im Pumpenhaus uraufgeführt wird, kreuzen sich auf der Bühne reale Suizidgeschichten aus zwei Jahrhunderten. „Vergangenheit wird dabei zur Gegenwart und Science-Fiction zur erschreckenden Wirklichkeit“, erklärt Regisseur und Autor Heiko Ostendorf. Kleist und Vogel entdecken dabei, dass sie nicht alleine sind. Sie werden Zeugen, wie im Internet User über ihre Depressionen und ihre Suizidabsichten plaudern. Auch sie verabreden sich – genau wie der Dichter – zum gemeinsamen Selbstmord.
Lebenszeit-Makler
Schließlich wollen auch noch zwei Makler den Menschen ihre nicht genutzte Lebenszeit abschwatzen und sie an beruflich Gestresste verkaufen, die mit dem Leben potenzieller Selbstmörder vermeintlich Vernünftigeres anfangen können. „Ihr Argument ist: Warum vergeuden Menschen ihr Leben mit Trübsalblasen, wenn dieses Leben viel besser am Swimming-Pool mit Cocktails verbracht werden kann“, sagt Ostendorf. „Das ist eine bitter-böse Satire auf die Wertmaßstäbe, mit denen die Gesellschaft gelungene von misslungenen Lebensläufen trennt.“
Mit fast allen Mitteln, die dem Theater zur Verfügung stehen (inklusive Live-Musik), bereiten die beiden Schauspieler Alice Mortsch und Konrad Haller das schwere Thema auf. Dabei beleuchten sie soziale Mechanismen aus neuen Blickwinkeln.
9., 11. und 12. Januar um 20 Uhr im Pumpenhaus. Kartentelefon: (02 51) 23 34 43.
Wenn am 9. Januar (Mittwoch, 20 Uhr) „Suicide Solutions“ im Pumpenhaus uraufgeführt wird, kreuzen sich auf der Bühne reale Suizidgeschichten aus zwei Jahrhunderten. „Vergangenheit wird dabei zur Gegenwart und Science-Fiction zur erschreckenden Wirklichkeit“, erklärt Regisseur und Autor Heiko Ostendorf. Kleist und Vogel entdecken dabei, dass sie nicht alleine sind. Sie werden Zeugen, wie im Internet User über ihre Depressionen und ihre Suizidabsichten plaudern. Auch sie verabreden sich – genau wie der Dichter – zum gemeinsamen Selbstmord.
Lebenszeit-Makler
Schließlich wollen auch noch zwei Makler den Menschen ihre nicht genutzte Lebenszeit abschwatzen und sie an beruflich Gestresste verkaufen, die mit dem Leben potenzieller Selbstmörder vermeintlich Vernünftigeres anfangen können. „Ihr Argument ist: Warum vergeuden Menschen ihr Leben mit Trübsalblasen, wenn dieses Leben viel besser am Swimming-Pool mit Cocktails verbracht werden kann“, sagt Ostendorf. „Das ist eine bitter-böse Satire auf die Wertmaßstäbe, mit denen die Gesellschaft gelungene von misslungenen Lebensläufen trennt.“
Mit fast allen Mitteln, die dem Theater zur Verfügung stehen (inklusive Live-Musik), bereiten die beiden Schauspieler Alice Mortsch und Konrad Haller das schwere Thema auf. Dabei beleuchten sie soziale Mechanismen aus neuen Blickwinkeln.
9., 11. und 12. Januar um 20 Uhr im Pumpenhaus. Kartentelefon: (02 51) 23 34 43.
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