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Berlin (dpa) Wer bei Creature With The Atom Brain an amerikanische B-Pictures denkt, liegt richtig - der Bandname stammt von einem obskuren US-Horrorstreifen aus dem Jahr 1955. Aber ganz so furchterregend klingen die Belgier dann doch nicht.
Vier Männer für Quentin Tarantino? Creature With The Atom Brain! Foto: Waste My Records (Foto: dpa)
Auf ihrem Album «The Birds Fly Low» (Waste My Records/Cargo) haben die vier Alternative-Rocker ein kräftiges Gebräu aus wuchtigen Progressive-Sounds, Psychedelia, hartem Gitarrenrock à la Monster Magnet und etwas Exotik («The Beauty Of The Rain», «R-Frequency») abgeschmeckt. Nach dem Debüt «I Am The Golden Bridge» (2007) und dem ebenfalls am Grusel-Genre orientierten «Transylvania» (2009) bereits der dritte Streich einer Band, die in Musikerkreisen einen Top-Ruf genießt und inzwischen renommierte Musiker wie Reibeisenstimme Mark Lanegan für Gastauftritte gewinnen kann («Black Rider Run»).
Creature With The Atom Brain stammen aus der belgischen Rockmetropole Antwerpen und formierten sich vor acht Jahren als Projekt von Sänger/Gitarrist Aldo Struyf. Auf diversen Tourneen durch Europa und Nordamerika spielten sie im Vorprogramm von Bands wie Queens Of The Stone Age (der Einfluss dieser Stoner-Rocker ist auf «The Birds...» deutlich hörbar), The Jesus And Mary Chain, The Dead Weather und Alice In Chains, abgesehen von vielen Auftritten als Headliner in Belgien und Umgebung.
Mit ihrem dritten Album dürften Struyf und Co nicht nur wieder in Fachkreisen für Furore sorgen. Dem melodischen, vielschichtigen Heavy-Rock des Quartetts aus dem kleinen Nachbarland haftet nichts Provinzielles an, also dürfte sich seine Fan-Basis weiter vergrößern. Und ein Regisseur wie Quentin Tarantino sollte für seine nächste Hommage an den Schundfilm der 50er oder 60er Jahre mal genau hinhören - Creature With The Atom Brain könnten ihm sicher Musik für den Soundtrack liefern.
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