FC Eintracht Rheine: Turbulent und trüb - ein maues FCE-Halbjahr
RHEINE Hinter dem FC Eintracht Rheine liegt ein äußerst turbulentes halbes Jahr. Einige Probleme, vor allem die finanziellen, sind hausgemacht. Andere nicht. Die Westfalenliga-Mannschaft hatte auch viel Verletzugspech. Was bleibt, ist ein trübes Fazit der Hinserie.
Ein Bild mit Symbol-Charakter: Immer wieder mussten FCE-Spieler verletzt vom Feld und verschärften die Personal-Misere. Hier führen der aufgrund einer Hand-Verletzung pausierende Kapitän Mirco Heger (l.) und Ersatz-Keeper Daniel Heuing (r.) David Ruwe vom Feld, der nach einem Zusammenprall im Spiel in Vreden zunächst benommen liegenblieb. (Foto Johann-Krone)
Die Schlagzeilen, die der Klub in den letzten Monaten machte, waren meist negativ. Von fehlenden Gehältern war vor der Saison schon die Rede. Ulli Peltner trat als Trainer zurück, weil das Verhältnis zum Team nicht mehr intakt war. Der Kader war äußerst dünn. Verletzungen waren daher doppelt schmerzhaft. Kurzum: Die erste Mannschaft stolperte von einer Krise in die andere.
Mit falschem Maß gemessen?
Dafür liest sich die Tabelle vor der Winterpause eigentlich gar nicht so schlecht. Das Maß, mit dem der Vorjahreszweite gemessen wurde, war vielleicht nicht das passende.
Neun Punkte rangiert Rheine jetzt schließlich nur hinter Neuenkirchen, das auf dem begehrten Platz fünf steht.
„Wenn ich sehe, mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen hatten, fehlen uns nur vier, fünf Punkte. Mit 25 Zählern wäre ich zufrieden gewesen“, erklärt FCE-Trainer Klaus Bienemann (Foto).
Gute Arbeit im Trainerteam
Für ihn war lange nicht alles schlecht, was seit seinem Amtsantritt im August geschehen ist. Ausrücklich lobt er die gute, konstruktive Zusammenarbeit mit dem Trainerteam. Stark waren auch die Siege bei Preußen Münster II und in Gievenbeck.
„Auf der anderen Seite steht natürlich die unglaubliche Fülle an Verletzten. So etwas habe ich in meiner Trainerzeit noch nie erlebt“, so Bienemann. Diese Tatsache war auch sicher schuld daran, dass Rheine bis zum 12. Spieltag auf den ersten Heimsieg wartete.
Bienemann, ein Überzeugungstäter
Bienemann wünscht sich für die Rückserie, dass sich das Pech der Hinrunde schnell in Glück umkehrt. Nur dann könnte der FCE wohl noch eine ordentliche Saison spielen.
Vielleicht könnte man dem Team dann auch noch das Ziel Oberliga verkaufen. „Ich bin aber niemand, der etwas verkauft. Wenn ich etwas tue, dann aus Überzeugung“, versichert Bienemann.
Er weiß, dass in der zweiten Saisonhälfte viel davon abhängt, ob die Mannschaft zusammenbleibt und ob sie vom Verletzungspech verschont bleibt.
Finanzielle Schieflage hängt über allem
Über der sportlichen Entwicklung hängt beim FCE zudem auch immer noch die finanzielle Schieflage, beziehungsweise der harte Sparkurs, den der Klub einschlagen will und muss.
Bienemann wird sich wohl genau anhören, wie die FCE-Führung in Zukunft vorgehen möchte, welches Budget für die erste Mannschaft übrig bleibt.
Auch darum stehen in den kommenden Wochen noch einige Gespräche zwischen dem Trainer und dem Verein an. Bienemann selbst wollte in Sachen eigener Zukunft noch keine Wasserstandsmeldung abgeben. Die Tatsache, dass er über die Rückserie nachdenkt, darf aber vielleicht als positives Zeichen gewertet werden.
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Wie FCE-Kapitän Mirco Heger die Lage in seinem Klub einschätzt, und ob er auch in Zukunft das Rheiner Trikot tragen wird, lesen Sie im Rheiner Sportteil der Münsterschen Zeitung vom 22. Dezember.





